Huawei Mate 10 Pro

Weil mein HTC 10 vier Wochen lang in Garantie-Reperatur war, habe ich mir ein neues Handy gekauft, weil ich leider kein Altgerät mehr herumliegen habe. Ich habe dabei relativ hohe Ansprüche, das neue Gerät sollte schnell sein und das auch bleiben (Zu...

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Weil mein HTC 10 vier Wochen lang in Garantie-Reperatur war, habe ich mir ein neues Handy gekauft, weil ich leider kein Altgerät mehr herumliegen habe.

Ich habe dabei relativ hohe Ansprüche, das neue Gerät sollte

  • schnell sein und das auch bleiben (Zukunftssicherheit)
  • eine gute Kamera haben, weil man heute oft nicht mehr die große Kamera dabei hat
  • Wasserdicht sein, denn es passiert einfach schnell ein Unfall.
  • Optional: Dual SIM, da das bei Fernreisen wirklich praktisch ist.

Nach 2 Monaten mit meinem neuen Handy wollte ich hier kurz meine Erfahrungen notieren.

Für das HUAWEI Mate10 Pro habe ich mich letztlich entschieden, weil es im Vergleich zu anderen Flagship-Phones besser ausgestattet ist. 6 GB RAM und 128 GB Speicher bekommt man bei den Samsungs und Sonys der gleichen Generation nicht. Durch den riesigen Speicher ist man ziemlich zukunftssicher. Mir ist es dann auch egal, dass das Gerät keinen MicroSD-Slot hat, da MicroSDs immer langsamer sind als der interne Flash-Speicher.

Ein wirklicher, praktischer Vorteil ist, dass der Akku des Mate 10 volle zwei Tage durchhält, auch bei recht intensiver Nutzung. Allerdings scheint Huawei das mit recht rigiden Stromsparmechanismen erkauft zu haben. So erhalte ich bei AirBnB, eBay und anderen Apps manchmal Benachrichtigungen nicht, obwohl die sie als „Ausnahme“ eingetragen sind. Ich finde das ziemlich nervig, denn so kann man sich nie drauf verlassen, dass man benachrichtigt wird. Ich hoffe das bessert sich mit einem Update.

Update 12.01.2019: Hier gibt es eine Liste der relevanten Einstellungen für jede EMUI Version.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Handy zwei SIM-Slots hat. So kann man im Urlaub außerhalb der EU eine lokale Daten-SIM einlegen. Sehr sinnvoll, wenn man z.B. in den USA ist. Dadurch kann man weiter mit bekannter Handynumemr Whatsapp nutzen, während Daten günstig über die US-SIM fließen.

Das Mate 10 Pro sieht mit dem fast randlosen 6″ Display im Format 18:9 und dem Glasrücken sehr edel aus. Durch das große Display kann man mit dem Handy auch mal eine Mail schreiben. Huawei bietet sogar einen Desktop-Modus an. Dafür braucht man aber einen HDMI-Adapter, der nicht beiliegt. Aber die Idee ist vielversprechend, ich werde mir definitiv so einen Adapter oder ein passendes Dock zulegen.

Nett finde ich, dass das Handy ab Werk mit einer Schutzfolie beklebt ist. Dadurch muss man nicht zu Hause mit vielen Staubfuseln kämpfen. Auch ein transparentes Case liegt bei. Für beides zahlt man bei Markenanbietern schon mal 20 €.

Im großen und Ganzen bin ich mit dem Mate 10 sehr zufrieden. Es ist ein gut ausgestattetes Problem zu dem Preis und hat jetzt bereits das Upgrade auf Android 9 erhalten. Die Probleme mit Benachrichtigungen wird Huawei hoffentlich lösen.

Warum ich mich für das HTC 10 entschieden habe

Mein bisheriges Smartphone, das Samsung Galaxy S4 Active erhält leider vom Hersteller keine Softwareupdates mehr, was schade ist. Doch da es sich um ein relativ selten verkauftes „Sondermodell“ „Active“ handelt, gibt es auch von Cyanogen Mod keine st...

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Mein bisheriges Smartphone, das Samsung Galaxy S4 Active erhält leider vom Hersteller keine Softwareupdates mehr, was schade ist. Doch da es sich um ein relativ selten verkauftes „Sondermodell“ „Active“ handelt, gibt es auch von Cyanogen Mod keine stabilen Versionen mit aktuellem Android. Die „Nightly-Builds“ haben unzählbar viele Bugs. Nach langer Überlegung habe ich mich für das HTC 10 entschieden. In diesem Beitrag erfahrt ihr die Gründe.

Zuerst überlegte ich, mir ein Fairphone zuzulegen. Mir gefällt der Gedanke der fairen Hardware, dafür wäre auch auch bereit, mehr zu zahlen. Dies scheiterte jedoch daran, dass die Firma ein eigenes angepasstes Android nutzt und es bislang kein Cyanogen Mod dafür gibt. Das ist mir sehr wichtig, denn es zeigt sich, dass die Hersteller immer kürzer Updates bereitstellen. Es ist für mich entscheidend, dass ich nach Ablauf der Herstellerunterstützung zu CyanogenMod wechseln kann. Außerdem hat das Fairphone keine sonderlich gute Kamera. Wenn ich scho mehr zahle als bei anderen Herstellern, möchte ich auch die beste Technik, die es auf dem Markt gibt.

Als nächstes empfahl mir ein Kollege den „Flagship-Killer“ One Plus One, das sehr viel günstiger ist als Samsung, HTC und Co. Aber mir ist klar, dass hier dann beim Service, den Produktionsbedingungen und dem Umweltschutz gespart wird. Es wäre quasi ein Wegwerftelefon, denn bei dem Preis dürfte eine Reparatur in den seltensten Fällen wirtschaftlich sein. Da man die Geräte nur über den Hersteller beziehen kann, muss man das Gerät im Garantiefall nach China zurücksenden. Darauf habe ich keine Lust.

Vom iPhone kam ich sofort wieder ab, weil die Apple-Welt nicht mit Linux kompatibel ist. Nichtsdestotrotz unterstützt Apple seine Geräte deutlich länger mit Updates, was ich sehr wünschenswert finde.

Das Samsung Galaxy S7 gilt gemeinhin als Flagship-Smartphone und hat eine der besten Kameras und ein sehr gutes Display. Der Preis ist inzwischen auch akzeptabel. Was mich dennoch vom Kauf abbrachte war folgendes:

  • Das S7 hat einen Rücken aus Glas. Der würde bei meiner Schussligkeit sicher nicht lange halten.
  • Das S7 hat noch einen MicroUSB-Stecker und kein USB-C.
  • Die unglaubliche Menge an Bloatware die Samsung vorinstalliert.

Schließlich blieb das HTC 10 übrig, welches USB-C hat und mit USB 3-Geschwindigkeit befüllen lässt. Zudem entfällt das nervige Drehen des Steckers, bis er passt. Allerdings ist es mit den USB-3-Kabeln so eine Sache. DAs mitgelieferte Kabel des HTC 10 liefert auch nur USB 2-Geschwindigkeit. Den SuperSpeed-Modus kann man in den Einstellungen des Handys nur mit einem geeigneten Kabel aktivieren.

Die Kamera des HTC 10 spielt in der gleichen Liga wie die des S7, wie der Test bei DxOmark zeigt. Es hat ein schickes und widerstandsfähiges Metallgehäuse. Das installierte Android 6 ist verglichen mit Samsung relativ sauber und enthält nur wenig Bloatware. Ein Upgrade auf Android 7 ist bereits im Roll-out (in den USA).

Einziger Kritikpunkt ist die Wasserfestigkeit, es ist nur gegen Spritzwasser geschützt, darf aber nicht untergetaucht werden. Doch wie oft tut man das wirklich? Der fest verbaute Akku ist zwar schmerzhaft, aber es gibt in der Top-Klasse schlichtweg keine Geräte mit Wechselakku mehr. Außerdem reicht der Akku des HTC 10 bei moderater Nutzung auch mal 2 Tage. Das senkt die Anzahl der Ladezyklen, die den Akku ja letztlich altern lassen.

Stromfresser bei Android finden

Normalerweise sollte das Display bei jedem Smartphone mit Abstand der größte Verbraucher sein. Wenn dem nicht so ist, dann gibt es vermutlich irgendeine App, die das Gerät davon abhält in den Schlafzustand zu gehen. Kompliziert wird es, wenn die größ...

Normalerweise sollte das Display bei jedem Smartphone mit Abstand der größte Verbraucher sein. Wenn dem nicht so ist, dann gibt es vermutlich irgendeine App, die das Gerät davon abhält in den Schlafzustand zu gehen.

Kompliziert wird es, wenn die größten Verbraucher Android OS und Android System heißen.  Dann nutzt meist eine App Systemdienste, wie z.B. die Positionsbestimmung.

Wie kommt man solchen Stromfressern auf die Spur? Die App Wakelock Detector leister wertvolle Dienste. Sie zeigt sogar bei vielen Apps genau an welche Funktion soviel Strom frisst, z.B. der Abruf eines bestimmten Postfachs.Leider funktioniert sie unter KitKat nicht mehr ohne Rootrechts. Das Rooten ist aber meist recht einfach möglich. Bei mir hat es mit Towelroot geklappt. Man packt einfach die APK-Datei auf sein Gerät und führt sie aus. Fertig. Dadurch hat man volle Kontrolle über sein GErät, hebelt aber leider auch Sicherheitsmechanismen aus.

Nun kann man mit Wakelock Detector detailliert sehen, welche Apps das Gerät auf Trab halten. Bei mir lag es letztendlich an Tasker und K-9 Mail. Es gab offenbar Probleme, den Standort zu bestimmen. Deshalb ging andauernd das WLAN an und aus, die Standortbestimmung lief quasi pausenlos, wenn ich zu Hause war. Bei K-) Mail waren es die vielen per Push synchronisierten Ordner. Beuautiful Widgets braucht mit der Funktion Nachladen beim Aufwecken deutlich mehr Saft als beim regulären Nachladen alle 2h.

Wakelock Detector

Behoben habe ich das Problem in Tasker durch eine weitere Bedingung beim Zustand ‚zu Hause‘ es wird jetzt neben dem Ort und den GSM-Masten in der Nähe auch mein WLAN abgefragt. Nun läuft die Standorterkennung stabil und sauber.

In K-9 Mail kann man durch langen Druck auf einen Ordner die Ordnereigenschaften erreichen. Hier kann man festlegen ob der Ordner ein Haupt- oder Nebenordner ist. Push war bei mir für 5 Ordner aktiv. Das summierte sich jeden Tag auf 10-15min CPU Vollast. Es ist besser, nur den Posteingang per Push abzufragen und die restlichen Ordner regulär zu synchronisieren mit festem Intervall.

Diese Maßnahmen haben viel gebracht. Nach einem Arbeitstag ist das Handy noch zu 50% statt 25% geladen. Der Balken ‚wach‘ im Wakelock Detector ist von 90% auf 20% geschrumpft.

 

 

Android automatisieren mit Tasker

Seit etwa einem Jahr setze ich die App Tasker ein, um mein Android zu automatisieren. Die App kann zum Beispiel das WLAN ausschalten, wenn man das Haus verlässt oder im Auto Bluetooth anschalten. Sie hilft also auch dabei, Strom zu sparen und verbess...

Seit etwa einem Jahr setze ich die App Tasker ein, um mein Android zu automatisieren. Die App kann zum Beispiel das WLAN ausschalten, wenn man das Haus verlässt oder im Auto Bluetooth anschalten. Sie hilft also auch dabei, Strom zu sparen und verbessert den Schutz vor Tracking, wie ich auch hier im Blog bereits geschrieben habe. Die App ist jedoch für Einsteiger nicht so ganz einfach zu bedienen und erfordert einige Kenntnisse über den Stromverbrauch der verschiedenen Ortungsmethoden. Dazu habe ich diesen Link hier entdeckt, der das ganz gut zusammenfasst. Der springende Punkt steht ganz unten, man sollte seine Profile immer zuerstmal mit einer Ortungsmethode versehen, die wenig Strom verbraucht. Erst, wenn diese Bedingung erfüllt ist, werden Bedingungen wie WLAN Status abgefragt.

Mein ‚zu Hause‘ Profil sieht daher so aus: Wenn die Funkzelle GSM: 123456… in der Nähe ist, Prüfe anhand der Funkzelle (Triangulation) ob ich mich im Radius von 300m um mein Haus befinde. Wenn ja, schalte WLAN ein und Bluetooth aus. Wenn ich diesen Radius verlasse, schalte WLAN aus und Vibration an. Es werden immer zuerst diejenigen Bedingungen ausgewertet, die wenig Strom brauchen.

Die Bedingung Funkzelle in der Nähe (unter Telefon) kostet nochmal etwas weniger Strom als die Triangulation über Funkzellen. Ortung mit WLAN ist immer relativ stromhungrig, da das WLAN dafür immer wieder ein- und ausgeschaltet werden muss.

Praktisch ist Tasker auch für sicherheitsbewußte Menschen, die ein Passwort/eine PIN verwenden. Zu Hause deaktiviere ich diese Funktion dann, damit ich nicht so oft die PIN eintippen muss. Sollte das Handy aber verloren gehen, so kommt erstmal keiner an meine Daten dran. Möglich ist das mit dem Tasker Plugin Secure Settings.

Einziger Haken ist, dass Google aus mir unverständlichen Gründen in KitKat die Option entfernt hat, bestimmte Funktionen durch Apps zu steuern. So kann man nicht mehr den Flugmodus aktivieren. Ich behalfe mir damit, dass ich WLAN und Bluetooth und mobile Netzwerke nachts einzeln ausschalte.

 

Android: WLAN Tracking standardmäßig aktiviert

Moderne Android-Versionen lauschen auch bei eigentlich deaktiviertem WLAN in kurzen Zeitabständen auf Basisstationen in der Nähe. Dies soll die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Standortbestimmung verbessern.

Moderne Android-Versionen lauschen auch bei eigentlich deaktiviertem WLAN in kurzen Zeitabständen auf Basisstationen in der Nähe. Dies soll die Genauigkeit und Geschwindigkeit der Standortbestimmung verbessern.

Leider geschieht dies nicht rein passiv, sondern das Smartphone fordert die Basisstationen durch ein sog. Probe Request Paket auf, sich erkennen zu geben. In diesen Paketen ist natürlich auch die MAC-Adresse, über die sich jedes Gerät eindeutig identifizieren lässt. Diese Auskunftsfreudigkeit wird berets in Kaufhäusern genutzt, um herauszufinden, wo sich die Kunden bewegen.

Um diese Funktion abzuschalten muss man in den Erweiterten WLAN-Einstellungen, die über die Menütaste erreichbar sind, die Option Suche immer erlauben deaktivieren.

Android 4.4.2
Android 4.4.2

Ich finde es eine Frechheit von Google, solche Optionen standardmäßig zu aktivieren. Laut c’t erfolgt allerdings ein Hinweis bei der Einrichtung, aber wer beachtet die schon?

Google selbst nutzt diese  Option natürlich insofern, da die Nutzer so ganz von allein die Karte der WLAN-Basisstationen aktualisiert.

Ich persönlich fahre übrigens gut mit der App Tasker, die viele Einstellungen mit Bedingungen koppeln kann und so z.B. das WLAN beim Verlassen des Hauses deaktivieren und am Arbeitsplatz wieder aktivieren kann. Das spart zudem natürlich auch Strom und verhindert das versehentliche Verbinden mit offenen APs.