Bei Datingseiten hat sich eine neue Abzockmasche etabliert, die „Moderatoren“. Dabei handelt es sich um Menschen aus Billiglohnländern, die dem Benutzer vorgaukeln, mit potentiellen Partnern zu chatten. Auf vielen Datingseiten finden sich aber überhaupt keine echten Accounts sondern fast ausschließlich „Moderatoren“ bzw. Animateure. In diesem Blog will ich darstellen, wie ihr die Animateure erkennt und wie ich letztlich mein Geld zurück erhalten habe.

Plastikmüll vermeiden

Jeder Deutsche produziert pro Jahr 37 kg Plastikmüll. Davon werden nur um die 30% recycelt.

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Jeder Deutsche produziert pro Jahr 37 kg Plastikmüll. Davon werden nur um die 30% recycelt. Nur wenige EU-Länder (die dazu noch vergleichsweise klein sind) produzieren pro Kopf noch mehr Plastikmüll (Quelle). In der Archäologie gibt es für jede historische Epoche einen Namen, der meistens etwas damit zu tun hat, was unter Leben und unseren Planeten am meisten verändert hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man für unser Jahrhundert später den Begriff „Plastic Age“ verwenden wird, da dieses Material so ziemlich überall auf dem Planeten zu finden ist.

In diesem Blog möchte ich auf Ursachen und mögliche Maßnahmen eingehen um die Plastikflut einzudämmen.

In Deutschland kaufen viele Menschen bei Discountern ein, das möchte ich grundsätzlich nicht verteufeln. Doch in anderen Ländern wie z.B. Frankreich gibt man einen viel größeren Teil seines Einkommens für Nahrungsmittel aus. Dies mag historische Gründe haben. Nach dem Krieg war es den meisten vermutlich egal, was es zu esen gab, Hauptsache man wurde halbwegs satt.

Die Discounter führen durch die zahlreichen fertig verpackten Produkte natürlich erst recht dazu, dass mehr Plastik produziert wird. Hier gibt es meistens überhaupt keine Alternative, wie eine Frischetheke, Wurst im Glas oder Saft in Pfandflaschen. Glas ist zwar auch nur als Pfandflasche wirklich gut für die Umwelt, da es durch sein Gewicht höhere Transportkosten verursacht. Allerdings kommen Glasscherben eher selten in die Nahrungskette.

Ihr kauft bei Aldi/Lidl Pfandflaschen? Richtig. Dabei handelt es sich aber um Einwegpfandflaschen, das heißt für die Umwelt sind sie eher schädlich. Viele Menschen wissen nicht, dass diese Flaschen (25ct Pfand pro Stück) in der Maschine zerstört werden. Der Discounter spart sich so den Lagerkosten und Rücktransport der Flaschen. Das Plastik wird unter hohem Energieaufwand eingeschmolzen oder verbrannt. Hier sollte man – finde ich – endlich die Discounter dazu zwingen, Mehrwegflaschen anzubieten. Ich kaufe seit Jahren nur Saft in Glasflaschen. Der ist zwar teurer, schmeckt aber auch wesentlich besser.

Wusstet ihr übrigens, dass der Hinweis „aus Apfelsaftkonzentrat“ bedeutet, dass die Äpfel in China oder sonstwo wachsen? Dann wird dem Saft das Wasser entzogen. Es entsteht ein zäher Sirup. Dieser lässt sich viel günstiger transportieren als Saft. Im Zielland mischt man den Sirup dann einfach wieder mit Wasser. Prost! Ich halte das für eine völlige Verirrung der Globalisierung und des Kapitalismus. Lokale Produkte müssen günstiger sein, als solche, die um die halbe Welt geschifft wurden.

Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum so viele Menschen ihr Trinkwasser in Flaschen kaufen. Leitungswasser schmeckt prima und kostet fast nichts. Und der Verzicht auf Mineralwasser bringt auf lange Sicht für die Umwelt sehr viel. Meiner Meinung nach bringt das viel mehr, als die Tütchen für Obst und Gemüse durch Papiertüten zu ersetzen.

Durch einen Verzicht auf Kleinstverpackungen und Verpackung in der Verpackung, wie bei vielen Süßigkeiten lässt sich sicher auch einiges einsparen. Bei Elektronik versuczhe ich Produkte zu kaufen, die in einem Pappkarton geliefert werden, statt in einem Blister. Doch leider sieht man das beim Online-Handel meistens nicht. Die Blister haben auch den Nachteil, dass sie nicht zerstörungsfrei zu öffnen sind und die Produkte daher bei einer Retoure vermutlich vernichtet werden.

Fürs Duschgel habe ich mir einen Seifenspender gekauft. Bei Seife, Putzmitteln und Waschmitteln benutze ich so gut es geht Nachfüllpackungen oder Kartons, auf jeden Fall keine dickwandigen Plastikflaschen. Flüssigwaschmittel ist ohnehin nur Pulver mit Wasser verdünnt. Man zahlt also fürs Wasser und die Plastikverpackung.

Die Plastikflut, die sich in den Weltmeeren sammelt hat meiner Meinung nach übrigens ihren Ursprung nicht in Deutschland oder anderen entwickelten Ländern. Auf vielen Mittelmeerinseln und auch in Asien wird der Müll nicht verbrannt oder vergraben, sondern man stapelt ihn einfach in einem entlegenen Teil der Insel. So gesehen auf der kroatischen Insel Vis. Ihr könnt euch denken wie lange es dauert, bis Sonne und Wind den Müll auf diesen wilden Mülldeponien in kleinste Teile zerfallen lässt, die sich dann so ziemlich überall im Meer finden. Diese Praxis gehört schnellstens verboten. Laut dem Spiegel kommt ein Großteil des Plastikeintrags im Meer aus dem Jangtze (China) und dem Ganges (Indien). Flüsse in Europa spielen da keine Rolle.

Auch den in manchen Haushalten extremen Verbrauch an Frischhalte- bzw. Alufolie finde ich verzichtbar. Oft lassen sich die Gerichte einfach mit einem Teller abdecken. Gerade für den Abbau von Bauxit (Aluminiumerz) werden enorme Ressourcen verbraucht.

Wir als Verbraucher haben die Macht. wenn die Produkte keiner kauft, verschwinden sie früher oder später vom Markt! Also kauft doch mal mit etwas mehr Umweltbewußtsein 🙂

Kann man mit Bitcoins wirklich Geld verdienen?

Trägt man sein Geld auf die Bank, hat man zwar sehr viel Sicherheit, aber das Geld vermehrt sich kaum. Bei anderen Anlageprodukten wie Aktien, Fonds oder ETFs vermehrt sich das Geld zwar schneller, aber man muss dafür relativ große Summen in die Hand...

Trägt man sein Geld auf die Bank, hat man zwar sehr viel Sicherheit, aber das Geld vermehrt sich kaum. Bei anderen Anlageprodukten wie Aktien, Fonds oder ETFs vermehrt sich das Geld zwar schneller, aber man muss dafür relativ große Summen in die Hand nehmen und diese auch recht lange fest anlegen. Diese Anlageformen sind nur dann geeignet, wenn man das Geld in absehbarer Zeit nicht braucht. Zudem fallen (vorallem bei Fonds) relativ hohe Gebühren an und Aktien sind generell sehr riskant, da sie das Risiko nicht streuen.

Seit geraumer Zeit geistert durch die Medien ein neuer Begriff: Bitcoins oder andere Kryptowährungen. Durch immer neue Rekorde des Bitcoin/EUR Wechselkurses wird die Anlageform gehypt. Aktuell liegt der Kurs bei 6700 EUR/BTC. Vor einem Jahr lag er bei 555 EUR/BTC. Aus 100 € wären in dieser Zeit 800 € geworden. Der aktuellen Kursverlauf ist wirklich imposant.

In diesem Artikel möchte ich erklären, ob und wie sich ein Investment in Bitcoins lohnt und den Unterschied zwischen Spekulation und Mining zeigen.

Einführung

Zuerst einmal sollte man sich mit dem Konzept der Blockchain und der Implementation beim Bitcoin vertraut machen. Dazu gibt es zahlreiche gute Artikel im Web.

Vereinfacht gesagt ist die Blockchain eine Kette aller Transaktionen, die jemals getätigt wurden. Da eine Transaktion auf ihren Vorgänger verweist und jeder Teilnehmer die Blockchain auf seinem Rechner hat, kann man die Transaktionen nicht nachträglich ändern. Sie sind also fälschungssicher. Dieses Konzept nutzen Kryptowährungen. Außer dem Bitcoin gibt es noch viele weitere, z.B. Ethereum. Keine kann aber mit den Kursgewinnen und der Popularität des Bitcoin mithalten.

Beim Bitcoin ist es so, dass hunderte Transaktionen zusammen in eine Block gepackt werden. Dieser Block wird dann gehasht (=eine Prüfsumme wird gebildet). Die Anforderung ist, dass die Prüfsumme kleiner als ein bestimmter Wert ist (die Schwierigkeit oder Difficulty). Ist sie das nicht, wird der Hash verworfen und innerhalb der Daten eine Zahl geändert. Durch diese geänderte Zahl ändert sich auch der Hash. Es wird erneut gehasht, bis ein Hash gefunden ist, der den Anforderungen entspricht.  Der Miner, der das zuerst schafft, bekommt dafür eine Belohnung von aktuell 12,5 BTC. Dieses Geld wird in der Regel in Mining-Pools aufgeteilt, denn alleine hat man keine Chance jemals als erster einen Block zu finden.

Man versucht durch Anpassung der Schwierigkeit die Rechendauer für einen Block auf 10min zu halten. Dafür wird die Schwierigkeit alle 2048 Blöcke nach oben oder unten korrigiert. Meistens allerdings nach oben, weil die verfügbare Rechenleistung zunimmt.

Doch genug mit der grauen Theorie!

Ich handle seit ca. einem Jahr mit Bitcoin. Zuerst habe ich spekuliert, seit Juni bin ich ins Mining eingestiegen und erzeuge eigene Bitcoins. Nun erkläre ich euch, wie das in der Praxis funktioniert.

Wo handeln?

Als Handelsplattform nutze ich Bitcoin.de. Dieser Dienst ist gleichzeitig auch mein Wallet, d.h. ich lasse meine Bitcoins dort liegen anstatt sie in eine Offline-Wallet zu legen. Das ist wichtig, denn Bitcoin-Börsen sind immer wieder Ziel von Angriffen. Bitcoin.de ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Börse.



Für den schnellen Handel empfehle ich jedem ein kostenloses Konto (ohne Karten) bei der Fidor Bank. Diese bietet eine Schnittstellt (API) für den Express-Handel. Dadurch muss man nicht auf langsame Überweisungen warten, sondern das Geld ist in sekundenschnelle auf dem Konto. Außerdem gefällt mir das moderne Konzept der Fidor-Bank sehr gut. Man kann mit wenigen Klicks Geld anlegen, Kredite aufnehmen etc.

Die Transaktionsgebühren bei Bitcoin.de betragen 0,4%, das fällt kaum ins Gewicht, selbst bei sehr kurzer Anlagedauer.

Spekulation mit Bitcoin-Kursen

Beri der Spekulation macht man dadurch Gewinn, dass man die Coins zu einem höheren Kurs verkauft als man sie selber gekauft hat. Da die Kurse sehr stark schwanken, ist das natürlich ein Risiko. Meiner Erfahrung nach muss man aber einfach nur lange genug warten. Irgendwann geht der Kurs immer wieder hoch. Länger als eine Woche musste ich noch nie warten, bis ich Gewinn gemacht habe. Richtig Verlust hatte ich noch überhaupt nicht.

Zwar kann man auch mit sehr kurzzeitiger (wenige Tage) Spekulation leicht 20-40% Gewinn machen, richtig viel wird es aber erst, wenn man die BTC z.B. mal ein halbes oder ganzes Jahr hält. Hier sind Gewinne von 400 – 900% möglich. Durch die lange Anlage steigt aber natürlich auch das Risiko erheblich. Bei einer sehr kurzen Anlage kann wenig passieren und man hat die Kurse eh immer im Blick. Bei einer langfristigen Anlage könnte z.B. der Bitcoin an Popularität verlieren. Daher rate ich Einsteigern eher dazu ihr Geld nur für wenige Tage bis Wochen anzulegen und auf keinen Fall zu große Gier nach noch mehr Gewinn zu entwickeln. Besser, man verkauft vor dem Crash, als wenn der Crash schon sichtbar ist!

Um die Kurse immer im Blick zu behalten hat sich bei mir die App Bitcoin Ticker Widget bewährt. 

Die Gewinne durch Spekulation mit Bitcoins sind übrigens bis zu einer Freigrenze von 600 € steuerfrei. Danach fallen aber (im Gegensatz zum Freibetrag) volle Steuern an. Man sollte also keinesfalls mehr einnehmen. Zum Thema Versteuerung empfehle ich euch dieses Video.

Mining

Etwas anders läuft es beim Mining. Hier stellt man Rechenleisting zur Verfügung, mit der Bitcoin-Transaktionen validiert werden. Man erzeugt dabei neue Blöcke für die Blockchain. Für diese Rechenleistung wird man mit Bitcoins entlohnt. Früher konnte man zu Hause am eigenen PC minen. Das lohnt sich schon lange nicht mehr, denn normale Prozessoren verbrauchen viel zu viel Strom. Da Strom in Deutschland so teuer ist, lohnt es sich eher, in eine Mining-Farm auf Island zu investieren. Dort ist der Strom sehr billig und das Verfahren ist sehr Einsteiger freundlich. So etwas bietet z.B. Genesis Mining an. Bei Genesis Mining zahlt man einmalig einen Preis für die Hashpower. Diese erzeugt dann jeden Tag eine gewisse Menge Bitcoins. Vor der Auszahlung werden noch laufende Wartungskosten abgezogen. Sie betragen derzeit 0.00028 $ pro Gigahash und Tag. Der Vertrag bei Genesis-Mining läuft so lange, bis er sich nicht mehr rentiert, d.h. solange bis die Wartungskosten höher sind als die Auszahlung. Das könnte aber sehr lange dauern, wie man in der Grafik sehen kann.

Die Grafik zeigt die durch die steigende Difficulty leicht abnehmende Gewinne. Die erste Auszahlung (nach einem Monat) fehlt. Am Anfang gab es technische Probleme, Auszahlungen erfolgten zum Teil nur alle paar Tage.

Wer zu Hause minen möchte, benötigt ein Gerät, das mit speziellen Prozessoren (ASICs bestückt ist. Diese sind weitaus effizienter als normale Prozessoren oder Grafikkarten. Wie schon in der Einführung geschrieben, lohnt es sich aber nicht, alleine zu minen, man sollte sich einem Pool anschließen. All diese nervigen Dinge übernimmt Genesis Mining aber für euch.

Kalkulation

Mit der Zeit bekommt man durch die steigende Schwierigkeit immer weniger Bitcoins ausgezahlt. Allerdings wurde das bisher durch den rapide steigenden Kurs ausgeglichen. Nach 5 Monaten hat sich die Anzahl der Bitcoins pro Tag etwa halbiert. Ich habe den Kaufpreis des Vertrags aber problemlos wieder reinbekommen und mache somit jeden Tag Gewinn. Mal sehen wie lange es weitergeht.

Ob sich so ein Mining-Vertrag lohnt, kann man hier ausrechnen (neuer ‚Link). Die Werte für Stromkosten und Stromverbrauch setzt man dabei auf 0. Eintragen muss man den aktuellen Kurs (6700 € pro Bitcoin)

Allerdings ist das Ganze schwer kalkulierbar, da man nicht abschätzen kann, wie sich die Schwierigkeit un d der Kurs entwickelt. Davon hängt die Rentabilität jedoch maßgeblich ab. Aktuell gibt es z.B. zu wenig Hashpower im System, sodass die Schwierigkeit um 30% sinken soll. Die Schwierigkeit wird alle 2048 Blöcke angepasst und zwar immer so, dass möglichst ein Block alle 10 Minuten erzeugt wird. Aktuell schafft das Netzwerk nur einen Block alle 15min, also viel zu wenig. Diese Senkung der Schwierigkeit ist natürlich ein idealer Zeitpunkt zum Einstieg mit dem Mining.

Update Februar 2018:
Durch die vielen Presseberichte ist nun viel zu viel Hashpower verfügbar, was die Schwierigkeit in astronomische Höhen treibt. Bei Coinwarz könnt ihr ausrechnen, mit welcher Cryptowährung ihr am meisten Profit einfahrt.

 

In dem Graph sieht man sehr gut, dass die Hashrate zu niedrig ist. Deswegen wird in ein paar Tagen die Schwierigkeit (rot) deutlich sinken.

Wenn man die geminten Coins lange hält, erreicht man meiner Erfahrung nach sehr viel schneller die Gewinnzone, als wenn man sie schnell verkauft.

Als Miner muss man ein Gewerbe anmelden um die Gewinne legal zu versteuern. Die Gewerbeanmeldung klingt komplizierter als sie ist, es ist ein einfaches Formular und die Gebühr betrug bei mir 20 €. Es fällt dann der normale Einkommenssteuersatz an. Gewerbesteuer fällt erst ab einem Betrag von 24.500 € an. Die Ausgaben für Mining-Pakete kann man als Werbungskosten oder Betriebskosten absetzen. Nervig an der Gewerbeanmeldung ist, dass man automatisch Mitglied der IHK wird und deren Zeitschrift erhält.

Fazit

Die klassischen Banken mit ihrer Anlagestruktur haben natürlich weiterhin ihre Berechtigung. Zwar bekommt man auf einem Sparbuch praktisch keine Zinsen mehr, aber mit Anlageprodukten wie ETFs lässt sich das Geld auch wirkungsvoll und zu minimalen Kosten vermehren. Durch die Streuung hat man auch ein geringes Risiko. Von Aktien und Fonds rate ich euch aber ausdrücklich ab!

Allerdings taugen diese Anlageprodukte eben erst ab einer bestimmten Summe. Unter 1000 € dauert es lange, bis man die Ordergebühren (typisch 10 €) wieder reinbekommen hat. Bitcoins sind hier stark im Vorteil, da man auch sehr kleine Summen  für relativ kurze Anlagedauer investieren kann. Die Transaktionsgebühren sind prozentual. Ein weiterer Vorteil ist, dass man in relativ kurzer Zeit einen Gewinn einfährt – bei ETFs kann das schwierig werden. Vorteil von ETFs ist aber die höhere Stabilität. Bitcoin wächst zwar phänomenal, aber er schwankt auch extrem stark.

Das Mining ist für mich eine sehr attraktive Alternative für Aktien/ETFs. Hat man die Kosten für den Vertrag erst mal wieder reingeholt, freut man sich über tägliche Einnahmen.Das Risko ist relativ gering, denn vom Kurs ist man erstmal unabhängig. Man fährt gut, wenn man die gemeinten Coins relativ zeitnah verkauft. Dadurch bekommt man zwar vielleicht nicht den besten Preis, aber das Risiko sinkt deutlich.

Als Altersvorsorge würde ich von Kryptowährungen aber abraten. Es ist einfach nicht absehbar, wie sich diese Technik weiterentwickelt.

Sicherheit

Ich empfehle jedem, das Konto bei Bitcoin.de mit 2 Faktor-Authentifizierung abzusichern, denn diese Börsen waren in der Vergangenheit öfter Ziel von Angriffen. Dazu benötigt man nur eine App auf dem Smartphone, die alle 30 Sekunden einen Code generiert. Diesen Code benötigt man beim Login. Somit kann sich ohne Zugriff auf das Smartphone nicht einloggen. Außerdem kann man die Emails von Bitcoin.de mit PGP verschlüsseln. Endlich mal ein sinnvoller Einsatz dieser Software. Alternativ kann man auch ein Offline-Wallet  nutzen.

Bei Fragen rund um Bitcoin oder Mining könnt ihr mich gerne ansprechen. 

 

 

 

 

Telekom blockiert unseren Internetanschluss

Den Umzug haben wir gut überstanden, doch mit dem VDSL-Anschluss will es einfach nicht klappen. Bei uns liegt es mal nicht daran, dass der Techniker nicht da war, oder nicht geklingelt hat, sondern daran, dass die Vormieterin  ihren Anschluss bei der...

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Den Umzug haben wir gut überstanden, doch mit dem VDSL-Anschluss will es einfach nicht klappen. Bei uns liegt es mal nicht daran, dass der Techniker nicht da war, oder nicht geklingelt hat, sondern daran, dass die Vormieterin  ihren Anschluss bei der Telekom  nicht fristgerecht gekündigt hat. Kein Problem sollte man meinen? Mitnichten!

1&1 teilte uns kurz nach der Bestellung mit, dass der Anschluss am 2.9.2015 geschaltet wird. Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir sollen 10 Monate auf Internet warten. 1&1 verwies uns an die Telekom, die aber aufgrund des Datenschutzes nichts machen konnte, es sei schließlich nicht unser Anschluss und wir wollen ja auch nicht, dass andere Leute unseren Anschluss ändern können, meinte Jennifer K. von @telekom_hilft. Fremder Anschluss? Es handelt sich um den Anschluss im Flur meiner Wohnung. Doch auch dieses Argument ließ sie nicht gelten.

Die Daten der Vormieterin mussten wir erst langwierig dem Vermieter aus der Nase ziehen. Die Vormieterin sagte dann, dass sie bereits einmal gekündigt, dafür aber keine Bestätigung erhalten habe. Ihre zweite Kündigung folgte dann Mitte Januar. Hier kann man der Telekom vorwerfen, dass die Kündigungen ewig verschleppt.

Nun hat sie uns heute telefonisch mitgeteilt, dass die Telekom auf dem Vertrag beharrt und den Anschluss nicht vor dem 1.9.2015 freigeben wird. Die Telekom zeigt sich hier so stur, weil die Vormieterin in ihrer neuen Wohnung wohl keinen Telekom-Anschluss bestellt hat. Aber das geht ja auch nicht immer, z.B. wenn man mit dem Partner zusammen zieht.

Google zeigt, dass andere Anbieter in diesem Fall kulanter sind und  eine Beendigung des Vertrags, ggfs. gegen eine (Teil-)Zahlung der ausstehenden Gebühren erlauben. Das kann man auch verstehen, denn Vertrag ist Vertrag und die Anbieter haben ja z.B. die Hardware gesponsert. Nicht so die Telekom. Unser Anschluss wird blockiert, es gibt keine Möglichkeit diese Offline-Zeit zu verkürzen. Man zahlt bei der Telekom also nicht nur deutlich mehr als bei Mitbewerbern, sondern man bekommt obendrauf noch eine Portion Null-Kulanz, die für völlig unbeteiligte (Nachmieter) extreme Auswirkungen hat.

Weil hier eindeutig die Behinderung der Mitbewerber im Vordergrund zu stehen scheint, habe ich eine Beschwerde an die Bundesnetzagentur abgeschickt. Ich werde hier nachberichten, wie es mit unserem Fall weitergeht. Es bleibt zu hoffen, dass eine Rechtsgrundlage geschaffen wird, die eine solche Blockade des Anschlusses verhindert.

Update Ende Februar 2015
Ende Februar kam endlich etwas Bewegung in die Sache. 1&1 hat uns angerufen, die Telekom hätte unseren Vertrag  (mit 1&1) gekündigt. Wieso die Telekom einen Vertrag zwischen uns und 1&1 überhaupt kündigen kann, konnte uns die nette Dame von 1&1 nicht sagen. Das ganze sei etwas ungewöhnlich… Sie werde gleich neu bestellen. Tags darauf trudelte dann eine weitere FritzBox ein, die wir sofort wieder zurückschickten. Die Dame hatte natürlichgleich die Vollausstattung bestellt, inklusive Norton Sicherheitspaket für 3,99 € im Monat. Nach einem weiteren Anruf nahm sie es dann wieder raus. Sie sagte zu, zu versuchen, dass unser Vertrag vor September geschaltet werde.

Wieder einen Tag später wurden dann zuerst die Zugangsdaten der Vormieterin von der Telekom deaktiviert, dann wurde die Leitung gekappt. Zum Glück hatten wir noch die Sofort-Start-Option von 1&1. Am 9. 3. soll nun unser Vertrag mit 1&1 geschaltet werden. Ein Technikertermin ist glücklicherweise nicht nötig. Warum man die Leitung nicht sofort schalte, wenn sie doch frei ist, konnte 1&1 uns nicht erklären. So entstehen wieder zwei Wochen mit sehr eingeschränkten Mobilfunk-Zugang.

Update 9.3.
Über drei Monate nach der ersten Bestellung haben wir es geschafft, VDSL ist geschaltet. Speedtest.net

 

Fazit

Für die Kunden wäre es erfreulich, wenn Sie einen festen Ansprechpartner bei den Unternehmen hätten. Die Damen im Support sind oftmals technisch wenig bis garnicht geschult und verlieren völlig den Überblick, wer was bestellt hat. Die Prozesse bei der Leitungsübergabe sollten dringend vereinheitlicht werden.

Ob die Intervention bei der Bundesnetzagentur etwas gebracht hat, kann ich nicht sagen. Fakt ist, dass drei Wochen danach plötzlich Bewegung in die Sache. Die Bundesnetzagentur hat die Telekom wegen solcher und ähnlicher Verzögerungen zu einem Bußgeld verurteilt. 28

 

Richtig per Email bewerben

Zwar ist das hier kein Karriereblog, aber da ich gefragt wurde, möchte ich mal meine Erfahrungen zu Email-Bewerbungen veröffentlichen. Gerade in der IT, aber auch in anderen Bereichen hat diese Form schon längst die klassische gedruckte Form abgelöst...

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Zwar ist das hier kein Karriereblog, aber da ich gefragt wurde, möchte ich mal meine Erfahrungen zu Email-Bewerbungen veröffentlichen. Gerade in der IT, aber auch in anderen Bereichen hat diese Form schon längst die klassische gedruckte Form abgelöst. Bei manchen Firmen gibt es auch ein Bewerbungsformular. Schriftlich bewerben musste ich mich nur noch bei großen Behörden. Für den Bewerber ist sie auch deutlich günstiger, es gibt aber dennoch einige Fallstricke zu umschiffen.

Der häufigste Fehler ist es sicherlich, viel zu viele Anhänge anzuhängen. Diese Flut an Dateien muss der geneigte Personaler dann erst mal ausdrucken, was nicht unbedingt Spaß macht. Besser ist es, maximal 3 Dateien anzuhängen: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Nachweise für Praktika, sofern relevant gehören in eine weitere Datei. Bewerkstelligen lässt sich das unter Windows mit PDFsam, unter Mac OS mit der mitgelieferten Vorschau-Anwendung. Beide verbessern auch die Dateigröße noch etwas.

Abraten möchte ich davon, Anhänge nicht in der Mail sondern per Dropbox o.ä. zu versenden, wie es Thunderbird ab einer bestimmten Dateigröße anbietet. Nicht jeder ist technisch versiert und wenn der Praktikant eure Bewerbung ausdruckt und dann keine Dateien findet seid ihr eben nicht von der Partie.

Besser ist es, darauf zu achten, dass die (gescannten) Dateien nicht zu groß sind. Viele Mailserver haben eine relativ knappe Beschränkung. Zudem will man das Postfach des Empfängers ja nicht verstopfen. Ich denke mehr als 3 MB sollte man auf keinen Fall versenden! Hier gilt es beim Scannen einen guten Kompromiss aus Qualität und Dateigröße zu finden. 150 bis 200 dpi reichen in der Regel aus. Manche Scannertreiber bieten auch eine Kompression an. Hochwertige Scanner an der Uni sind übrigens dem Heimgerät vorzuziehen. Die einfachen Consumer-Geräte haben oft eine leichte Unschärfe.

Das Anschreiben dient dazu, den Empfänger und Vorgesetzte von den eigenen Fähigkeiten und Soft Skills zu überzeugen. Deswegen sollte man sich immer konkret auf die ausgeschriebene Stelle beziehen und die wichtigsten Punkte (Reihenfolge in der Ausschreibung!) dafür heranziehen. Man sollte auch angeben, wenn man bereit ist, sich einzuarbeiten. Ein lustloses Anschreiben oder eines mit Fehlern landet sofort im Papierkorb. Länger als eine DIN A4 Seite sollte das Anschreiben aber nicht sein. Das Anschreiben muss man nicht zwingend noch als Anhang beifügen, aber es schadet nicht, den Text nochmal al sPDF beizulegen, denn für das Gespräch wird ohnehin alles ausgedruckt. Wichtig ist beim Anschreiben, dass man eine ordentliche Vorlage benutzt. Beispiele finden sich zu Hauf im Netz, man sollte sie aber noch nach eigenem Geschmack anpassen. Das zeigt den Personalern auch, dass man mit Office-Programmen umgehen kann.

Es schade auch nicht, eine besondere Schriftart zu benutzen. Natürlich nichts extravagentes, gut lesbar muss sie sein. Aber doch etwas anderes als Arial und Times. Ich mag z.B. die Adelon Serial. Wenn ein Personaler 100te Bewerbungen vor sich hat, erinnert er sich vielleicht eher an eure Bewerbung, weil sie keine 08/15 Schrift verwendet. Diese Schrift sollte man dann unbedingt auch beim Lebenslauf einsetzen.

Beim Lebenslauf sollte man sich besonders viel Mühe geben, er liegt beim Vorstellungsgespräch bei den Personalern immer zuoberst! Er sollte daher übersichtlich sein, die letzten Arbeitgeber, Abschlüsse etc. sollten oben stehen. Es sollten sich möglichst keine zeitlichen Lücken ergeben. Mehr als zwei Seiten Lebenslauf sind für Berufseinsteiger zuviel. Hier sollte man Praktika nur ganz kurz angeben. Schulpraktika braucht man mit einem Hochschulabschluss eigentlich nicht angeben.

Vom Versand von Word-Dateien ist abzuraten. Einerseits können diese Viren enthalten (zumindest im Format doc), andererseits werden diese in anderen Programmversionen oder unter Linux mitunter ziemlich verunstaltet dargestellt. PDF ist auf jeden Fall das Format der Wahl.

Ich hoffe ich konnte mit diesen Tipps noch einigen Berufseinsteigern helfen!