Road Trip US-Westküste 2017 – Teil 2

In Teil 1 habe ich den Abschnitt von Los Angeles bis direkt vor Las Vegas beschrieben. Nun geht es weiter mit der Spielerstadt Las Vegas, dem Grand Canyon, der Route 66 und schließlich dem Death Valley.

In Teil 1 habe ich den Abschnitt von Los Angeles bis direkt vor Las Vegas beschrieben. Nun geht es weiter mit der Spielerstadt Las Vegas, dem Grand Canyon, der Route 66 und schließlich dem Death Valley.

Die Fahrt von Barstow nach Las Vegas war unsere erste längere Fahrt durch die Mojave-Wüste. Im September ist es dort zwar noch heiß, aber erträglich. Die Landschaft heizt sich auch nicht so sehr auf, wie die Städte. Kurz vor Las Vegas machten wir noch einen Stop in Primm, wo es ein großes Outlet Center gibt. Ich nutzte die Gelegenehit um zwei Levis Jeans für jeweils 29 $ zu kaufen. Die Preise für Kleidung sind dort erheblich niedriger als bei uns. Bereits hier, direkt an der Grenze zu Kalifornien fiel auf, dass es hier überall Casinos und andere Etablisements gibt, die in den meisten anderen Bundesstaaten schlichtweg verboten sind. In Nevada hat selbst das kleinste Hotel mitten in der Wüste zumindest ein Dutzend Slotmaschinen oder „Einarmige Banditen“. Doch in Las Vegas ist noheinmal eine andere Welt. Die Stadt ist mit einem riesigen Freizeitpark vergleichbar, nur, dass man mit echtem Geld spielt. Kaum etwas verkörpert den amerikanischen Traum so sehr wie die Glücksspielmetropole in der Wüste.

Die Hotels erkennt man schon von weitem an ihren extravagenten Formen, das Luxor mit seiner Pyramidenform, das Bellagio mit den gigantischen Wasserspielen alle 15min (und das in der Wüste) und schließlich das Caesars Palace, der wohl größte Hotel-Casino-Shopping-Komplex. Im Caesars Palacs gibt es einen künstlichen Himmel, der einen auch bei gleißender Mittagssonne in Abendstimmung versetzt. In Las Vegas wurden auch schon viele bekannte Filme gedreht, „Fear and Loathing in Las Vegas“ oder „Oceans Eleven“ um nur mal zwei zu nennen.

Wenige Tage nachdem wir aus Las Vegas wieder abgereist waren, passierte dort der schreckliche Amoklauf, bei dem 60 Menschen getötet wurden. Wir waren ziemlich schockiert, darüber. Die Waffenesetze in Nevada gehören aber zu den laxesten der USA.

Mir kam es vor wie eine Reizüberflutung, überall blinckende Lichter, in den Casinos gab es kostenlos Cocktails, solange man spielt. Man sollte bei den Spieltischen darauf achten, dass das Limit niedrig ist (maximal 1 $). Denn bei den höheren Limits spielen gute Spieler und man ist sehr schnell viel Geld los. Ich fand es unglaublich, wie die Spieler dort in einer Runde Jetons im Wert von sicherlich mehreren 1000 $ hin- und herschoben.

Von Las Vegas brachen wir zur tiefsten Schlucht der Erde auf, dem bis zu 1.6km tiefen, 446 km langen und bis zu 29km breiten Grand Canyon National Park . Der Canyon ist ein natürliches Hindernis und nur die Südflanke (South Rim) ist touristisch erschlossen. Es gibt keine Brücken o.ä. über den Canyon. Wir mussen daher einen ziemlichen Umweg aus uns nehmen. Der Canyon selbst ist wirklich eindrucksvoll, wer möchte kann zur Sohle des Canyons, wo der Colorade River fliest, wandern (Angels Trail). Das war uns aber zu anstrengend, man muss mit der Sonne aufstehen, um bei Tageslicht wieder oben zu sein. Die Wege am South Rim sind dagegen durchgängig asphaltiert. Mit „Wandern“ hatte das nicht mehr viel zu tun. Ein Muss ist es, den Sonnenuntergang bzw. -aufgang anzuschauen. Allerdngs sollte man sich vorab gut informieren, wo man diesen am besten anschauen kann. Und da es dort 2000m ü N.N. hoch ist, ist es sehr kalt morgens. Warme Kleidung ist ein Muss!

Nach dem Aufenthalt am Grand Canyon mussten wir fast die gesamte Strecke nach Las Vegas wieder zurück fahren – es gibt schlichtweg keine anderen Straßen.Wir machten noch einen Zwischenstopp am Hoover Dam, der Las Vegas mit Wasser und strom versorgt. An den Felsen des Stausees, Lake Mead, sieht man deutlich, dass der Wasserstand relativ niedrig ist – in der gesamten Region herrscht seit Jahren Dürre.

Weiter ging es in den Death Valley National Park. Dieses Gebiet ist extrem dünn besiedelt und zählt zu den trockensten und heißesten Regionen der Erde. Der Salzsee Badwater Basin ist außerdem der tiefste Punkt (85m unter dem Meeresspiegel) der westlichen Hemisphäre. Die Aussichtspunkte, die wir auf einem Rundkurs mit dem Auto besuchten, waren wirklich sehenswert. Die Hitze war Ende September erträglich.

Leider konnten wir in der Kürze der Zeit nicht alles sehen. Gerne hätte ich noch die Stadt Furnace Creek und die berühmten rollenden Steine gesehen, die ohne menschliches Zutun über die Felsen zu gleiten scheinen. Das Phänomen hat man inzwischen mit grfrierendem Tau zusammen mit starken Winden erklärt.

Nord-Östlich vom Death Valley liegt übrigens ein riesiges, militärisches Sperrgebiet: die Nevada Test Site. Hier wurden bis 1962 auch 120 oberirdische und bis 1992 über 1000 unterirdische Atombombentests durchgeführt. Die Amis gehen damit allerdings extrem locker um. Niemand macht sich Sorgen um seine Gesundheit, das sei doch alles weit weg. Hilft meines Erachtens aber aber wenig, wenn das Grundwasser verstrahlt wird. Allerdings muss man auch die schieren Ausmaße des Gebietes bedenken. In Deutschland wäre das ein ganzes Bundesland – praktisch menschenleer. In diesem Sperrgebiet befindet sich auch die sagenumworbene Area 51 / Groom Lake Air Force Base, wo angeblich abgestürzte UFOs untersucht werden 🙂

Im letzten Teil dieses Blogs zeige ich euch Fotos von der Route über die Rockies nach San Francisco und dann auf dem Highway 1 zurück nach Los Angeles.

Road Trip US-Westküste 2017 – Teil 1

Im Herbst 2017 war ich an der Westküste der Vereinigten Staaten, also in Kalifornien, Arizona und Nevada. Nachdem die Reise nun schon über ein Jahr her ist, möchte ich hier endlich mal meine Erinneungen und Erfahrungen bloggen. Es gibt unheimlich vie...

Im Herbst 2017 war ich an der Westküste der Vereinigten Staaten, also in Kalifornien, Arizona und Nevada. Nachdem die Reise nun schon über ein Jahr her ist, möchte ich hier endlich mal meine Erinneungen und Erfahrungen bloggen. Es gibt unheimlich viel zu sehen, leider sind aber auch die Entfernungen gigantisch. Wir legten am Ende rund 4800 km zurück.

Der Flug von Frankfurt nach Los Angeles dauert 11 h und 50 min. Ich hatte mich schlauerweise für einen Sitz direkt an der Galley entschieden, sodass ich deutlich mehr Beinfreiheit hatte. Hier kann ich euch die Webseite Seatguru empfehlen.  Es gab in der Boeing 747-800 der Lufthansa drei akzeptable Mahlzeiten und zwischendurch Snacks. Der lange Flug ging viel schneller vorbei als ich gedacht hätte.

Beim Landeanflug auf Los Angeles konnte man ereits die gigantischen Ausmaße dieser 13-Millionen-Enwohner-Stadt bewundern. Im Vergleich zu deutschen Städten gibt es aber große Wohnblocks und Mehrfamilienhäuser hauptsächlich im Zentrum, sonst dominieren die typisch amerikanischen Holz-Einfamilienhäuser. Morgens ist es in L.A. oft bewölkt, gegen mittag wird es aber immer sonnig. Regen gibt es so gut wie nie. Das ist auch der Hauptgrund für die Ansiedelung der Filmindustrie.

Unser Hostel lag direkt auf dem Hollywood Blvd, was eine prima Wahl war.  Die Downtown von L.A.  soll für Touristen eher unattraktiv sein, wir waren nicht dort. L.A. ist eine reine Autostadt, es gibt praktisch keinen ÖPNV, dafür 8-spurige Highways (ja, 8 in jede Richtung). Unser TomTom One stürzte besonders in LA. regelmäßig ab und zeigte Abfahrten, die es garnicht gibt. Von einem richtig schlimmen Stau blieben wir zum Glück verschont. In den drei Tagen waren wir in Santa Monica Pier (Ende der alten Route 66), in den Warner Bros Studios, in Beverly Hills und auf dem teuren Rodeo Drive (teuerste Einkaufsstraße der Welt).

Am viertag Tag holten wir dann morgens am Flughafen das Auto, einen Hyundai Hybrid ab. Das erste Ziel war der Yoshua Tree National Park mit seinen tollen Felsformationen. Übernachtet haben wir in Barstow, an der Route 66. Weiter ging es nach Calico. Hier wurde irgendwann einmal Silber und Borate abgebaut, also eine typische Minenstadt. Heute wird sie allerdings stark touristisch genutzt. Nett, aber nicht annähernd so toll die das original belassene Bodie (siehe weitere Teile). Nach zwei Tagen erreichten wir dann die Wüsten- und Casinostadt Las Vegas in Nevada. Damit geht es im nächsten Teil weiter

 

Irland Urlaub 2016

2016 sollte es mal nicht ganz so weit weg gehen wie in den Vorjahren. Irland sagte uns wegen der tollen Natur und recht geringen Bevölkerungsdichte aber auch wegen der lebendigen Pubszene zu, Vergesst die Irish Pubs in Deutschland, ich war noch in ke...

2016 sollte es mal nicht ganz so weit weg gehen wie in den Vorjahren. Irland sagte uns wegen der tollen Natur und recht geringen Bevölkerungsdichte aber auch wegen der lebendigen Pubszene zu, Vergesst die Irish Pubs in Deutschland, ich war noch in keinem, der an die irischen Originale herankommen würde. Wir haben 14 Tage in Irland verbracht und dabei die größten Städte und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Süden und Westen besucht.


Dublin

Die Hauptstadt Irlands ist die größte Stadt des Landes, aber auch die einzige richtige Metropole. Im Großraum Dublin leben 1/3 der Iren (4,6 Mio.), die Stadt selbst hat aber nur 500.000 Einwohner, ist also für deutsche Verhältnisse auch nicht richtig groß. Höhepunkt in Dublin war eine Tagestour in den Nationalpark bei den Wicklow Mountains im Süden der Stadt. Dort haben wir die berühmte Brücke aus dem Film P.S. I love you, das (wiederaufgebaute) frühchristliche Kloster in Glendalough. und viel unberührte Natur gesehen. Irland war im 2. Weltkrieg neutral, trotzdem gibt es auch hier einen deutschen Soldatenfriedhof, nämlich in Glenncree. Dort liegen abgeschossene Piloten und Opfer des U-Bootkriegs.

Unser Busfahrer fuhr übrigens fährend der Tour zweimal über eine rote Ampel. Ob das an der weiblichen Reiseleiterin lag? In Dublin selbst waren die Highlights das Guinness Storehouse, wo wir sehen konnten, wie das irische Nationalgetränk hergestellt wird.  Die Guiness-Brauerei ist die größte Europas. Erstaunt stellten wir fest, dass in Guiness Dosen noch etwas „drin“ ist (abgesehen vom Bier). Es handelt sich um das Floating Widget, welches den Schaum erzeugt wie beim Zapfen an der Theke.

Die Pubs im Stadtviertel Temple Bar waren unglaublich lebendig und gesellig. Irland ist generell nicht billig, aber in Dublin zu feiern geht bei Bierpreisen um die 6 € schon sehr ins Geld. Wer Party machen will, dem empfehle ich Galway.

Wer eine Irland-Reise plant, dem empfehle ich 4 Tage in Dublin und einen Tag in Wicklow Mountains Nationalpark zum Wandern zu buchen. Letzteres kam bei uns leider zu kurz.

Cork

Mit dem Bus ging es dann in 3 h Fahrt nach Cork an der Südküste. Die Stadt ist schon viel überschaubarer als Dublin, hat eine berühmte Universität (UCC – University College Cork) und liegt nur 70km vom berühmten Ring of Kerry entfernt. Das ist eine Panoramastraße, die den Namen auch wirklich verdient. Hier trennen einen nur noch 3000km Wasser von der amerikanischen Küste. Der Wind blies und an dem Tag wirklich extrem stark, man musste sich abstützen. Am Ring of Kerry hätten wir gerne noch einen oder zwei komplette Tage mehr verbracht, es gab viel mehr zu sehen, als so eine Busrundreise erlaubt. Vielleicht kommen wir ja nochmal zurück? Man kann hier auch sehr schön Wandern oder Radfahren. Die Straßen sind übrigens wirklich unglaublich schmal, Wenn einem ein Bus entgegen kommt, muss man schon mal aufs Bankett ausweichen.

Unser Ho(s)tel in Cork war das Garnish House, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Super zentral und extrem leckeres Frühstück. In Cork haben wir noch eine alte und sehr sympathische Markthalle mit vielen kleinen Geschäften und ein Gefängnis aus dem 19. Jahrhundert besichtigt. Dagegen sind heutige Gefängnisse vermutlich purer Luxus.

Limerick

Mit dem Auto ging es dann weiter nach Limerick. Die Stadt ist nur etwa so groß wie Konstanz, ist aber das historische Zentrum Westirlands. Hier hatten wir ein ziemlich ungünstiges Hotel, weit außerhalb der Stadt im Gewerbegebiet. Lustig war, das das Hotel ab dem 4. Stock nur ein Rohbau war.

Die mittelalterliche Festung an Irlands größtem Fluss, dem Shannon war eindrucksvoll. Sie wurde im 16. Jahrhundert bei einer großen Belagerung von englischen Truppen erobert. Ein weiterer Höhepunkt unseres Aufenthalts war die Locke Bar, in der es einen tollen Irischen Tanz zu sehen gab.

Cliffs of Moher & The Burren

Die Cliffs of Moher an der Westküste Irlands waren der Höhepunkt unserer Reise. Die Klippen sind über 200m hoch und fallen fast senkrecht in den Atlantik ab. Ein Wanderweg schlängelt sich – teilweise nur Meter von der Abbruchkante entfernt nach Doolin. Von dort aus haben wir eine Bootsfahrt an den Klippen entlang unternommen. Man musste allerdings standfest sein, das Boot schwankte trotz ruhiger See gewaltig. Ganz ungefährlich sind die Klippen übrigens nicht, es kommt regelmäßig zu Todesfällen und Hangabbrüchen bei Hangabbrüchen oder plötzlichen Windböen. Die Trampelpfade außerhalb des kontrollierten Bereichs sind zum Teil auch nur 1m von der Abbruchkante entfernt und viele Touris wagen sich mit ungeeignetem Schuhwerk (FlipFlops) sehr weit vor.

Der Burren ist eine ziemlich lebensfeindliche Steinlandschaft. Sie besteht praktisch nur aus großen und kleinen Kalksteinplatten, die teilweise ziemlich scharfe Kanten haben. In dieser Landschaft wurden aber schon viele Filme bzw. Filmsequenzen gedreht, unter anderem Herr der Ringe, Harry Potter und Game of Thrones.

Galway

Zum Abschluss der Reise haben wir in Galway einen Gang runter geschaltet und haben dort viele Pubs besucht und Whiskey getestet.  Die Kneipenszene ist sehr empfehlenswert und deutlich günstiger als in Dublin. Der Hafen von Galway war Ausgangspunkt vieler Auswandererschiffe während der großen Hungersnot in Irland. Auch Christoph Kolumbus legte hier bei einer seiner Fahrten nach Amerika einmal an, was man in einer der ältesten Kirchen Irlands sehen kann.

Generell war die Reise sehr schön, das Wetter war deutlich besser als gedacht. Man sollte in Irland allerdings gut planen. Denn es ist nicht so wie in Deutschland, dass es überall wo es halbwegs schön ist Wanderwege gibt. Die Busreisen sind gut um einen Überblick zu bekommen, aber man hat mit einem Mietwagen doch deutlich mehr Zeit. Es lohnt sich, sich vorher gut zu überlegen wo man wie lange bleiben möchte.

 

 

Warum sind Restaurants und Bars in Konstanz so teuer?

Immer wieder fällt mir auf, wie hoch in Konstanz die Preise für einen Restaurantbesuch sind.  So bekommt man in Freiburg ein Schnitzel mit Pommes und Salatteller für 8 €. In Konstanz bekommt man in einem vergleichbaren Lokal am Seerhein ein fettiges...

Immer wieder fällt mir auf, wie hoch in Konstanz die Preise für einen Restaurantbesuch sind.  So bekommt man in Freiburg ein Schnitzel mit Pommes und Salatteller für 8 €. In Konstanz bekommt man in einem vergleichbaren Lokal am Seerhein ein fettiges Rippchen mit Pommes ohne irgendwas Grünes für 10 €. Warum ist das so?

Zuletzt waren wir am Valentinstag bei einem neu eröffneten, sardinischem Lokal in Allmandsdorf essen. Das Essen war unbestreitbar sehr lecker, aber das Ambiente des Lokals passte nicht zu den Preisen. Es war extrem eng bestuhlt. Die Portionen übertrafen alles was ich bisher erlebt habe. Ich hatte Gnocchi mit Walnußsoße. In meinem Teller waren genau 35 Stück, der Teller war also nur mit einer Lage Gnochis bedeckt. Dazu muss man sagen, dass der Teller einen extra dicken Boden hatte, damit das nicht auffällt. Ich habe mich dann beschwert, was der Kellner aber grinsend abbügelte. Normalerweise hätte man erwartet, dass er sich entschuldigt und den Teller sofort mit nimmt. Dieser unverschämte Kerl versuchte aber noch, es zu erklären. Für diese 35 Gnochis habe ich nun 12 € bezahlt.  Für mich ist das ein klarer Fall von Abzocke mit System und Absicht! In solchen Fällen sollte man wohl kommentarlos aufstehen und gehen.

In Konstanz mangelt es meiner Meinung nach an günstigen Kneipen für Studenten mit einer ausgedehnten Happy Hour und vielen guten Cocktails. Wenn man eine bekannte Bar in der Innenstadt aufsucht, dann gibt es in der Happy Hour nur den Caipi oder ein Bier. Der Caipi besteht zu 50% aus Eis und ist wohl in der Herstellung der günstigste Cocktail überhaupt. Andere Bars bieten Cocktails für 8 € an – soviel wie in Freiburg vielleicht im Kagan am Bahnhof und außerhalb der Happy Hour.

Grundlegende Ursache dafür sehe ich in den Schweizer Touristen, denen es im Prinzip egal ist, was ihr Essen kostet, denn billiger als zu Hause ist es allemal. Das einzige was man machen kann ist, solche Lokale grundsätzlich zu meiden. Apps wie Tripadvisor helfen, das Preis-/Leistungsverhältnis einer Lokalität realistisch einzuschätzen. Langfristig kann man nur hoffen, dass sich der Frankenkurs steigt, sodass die Schweizer nicht mehr in solchen Massen zu uns strömen.

Hier mal eine Liste günstiger und preiswerter Lokale in Konstanz, bei denen man sich nicht übers Ohr gehauen fühlt.

  • Defne (türkisch), Sternenplatz
  • Sedir (türkisch, riesige Portionen), Paradies, Konzilstraße
  • Adler (deutsche Küche), in der Nähe der Autofähre nach Meersburg

Nur abraten kann man von den Lokalen direkt am Hafen und in der Marktstätte, wo sich die meisten Touris tummeln.


Überblick Fotoverwaltung

Nachdem ich n Amerika so viele tolle Bilder gemacht habe, kam schnell die Frage ach einer entsprechend leistungsfähigen Software auf. Das im iLife Paket enthaltene und auf neuen Macs vorinstalliere iPhoto hat einen entscheidenden Nachteil: Man bekomm...

Nachdem ich n Amerika so viele tolle Bilder gemacht habe, kam schnell die Frage ach einer entsprechend leistungsfähigen Software auf.

Das im iLife Paket enthaltene und auf neuen Macs vorinstalliere iPhoto hat einen entscheidenden Nachteil: Man bekommt die Bilder so gut wie nicht mehr raus. IPhoto nutzt eine Datenbank und dort werden Bearbeitungen, Drehungen usw. abgelegt. Diese Informationen werden nirgendwo so abgelegt, dass ein anderes Programm sie lesen könnte. Das ist wirklich schade, denn an sich finde ich das Programm sehr intuitiv.

Zuerst wollte wollte ich ein Programm, dass es sowohl für Mac OS als auch für Linux gibt. Ich wollte meine Fotos dann immer synchronisieren. Dieses Grundsatz gab ich schnell wieder auf. Es gibt für Linux praktisch keine tauglichen Programme. Digikam  kann man zwar auch unter Gnome nutze, aber dafür muss man erstens sehr viele Bioliotheken installieren und zweitens funktionieren manche Sachen  (Tooltips) eben trotzdem nicht. Digikam war ansonsten aber noch das beste Programm für Linux. Eine Mac Version gibt es natürlich nicht.

DarkTable gibt es für beide Systeme, aber das Programm ist höchstens im Beta-Status. Das Programm orientiert sich zwar an Lightroom, aber das heißt wenig. Es ist weder so intuitiv noch kann es beim Funktionsumfang mithalten. Soweit die OpenSource-Programme.

Kommerzielle Programme gibt es für Linux naturgemäß wenig. Das finde ich sehr schade, denn ich gebe lieber Geld für eine ausgereifte und intuitive Software aus, als dass ich mit o.G. Ärgernissen herumschlage. Doch durch ACDSee Mac wurde ich leider eines besseren belehrt. Der noch recht junge Mac Ableger stürzte innerhalb von 1h dreimal ohne Fehlermeldung ab. Und dafür soll man dann noch 60 € bezahlen?! Da kann ich dann sogar verstehen, dass der Hersteller 69% Rabatt bietet. Kommerzielle Software ist also auch nicht in allen Fällen gut. Viele günstigere Programme wie Photo Supreme sind auch schlecht auf Lokalisierung vorbereitet und schneiden die längeren deutschen Texte mal eben ab.

Nach einer langen Test und Reifephase habe ich mich somit für den Platzhirsch Lightroom von Adobe entschieden. Das Programm ist zwar mit 119 € nicht ganz billig, bildet aber den gesamten Workflow ab und ist sehr mächtig. Die große Funktionalität ist aber sehr gut aufgebaut und man findet sich prima zurecht. Es gibt von Adobe kostenlose Tutorials mit Untertiteln. Das finde ich natürlich absolut toll! Die Fotos lassen sich mit einem Klick oft schon sehr brauchbar aufhübschen,, wenn das nicht hilft, muss man eben manuell ran. Perspektiven-Korrektur (schiefe Häuser) gibt es ebenfalls vollautomatisch. Unterm Strich hat sich die Investition voll rentiert, denn ich habe schönere Fotos und lerne jeden Tag neue Bildbearbeitungstricks. Schade finde ich nur, dass man für tiefere Eingriffe wie eine Panoramaerstellung Photoshop benötigt. Aber da kann man natürlich auch zu kostenlosen Alternativen wie Panorama Studiu greifen.

 

 

Amerika Reise Teil 3 – Kanada

Nach 6 Tagen im quirligen New York ging es mit Air Canada weiter in die kanadische Metropole Toronto. Doch am LaGuardia Flughafen in New York blieb und Ärger nicht erspart. Air Canada ist so frech nd verlangt bei diesen einstündigen Flug Gepäckgebühr...

Nach 6 Tagen im quirligen New York ging es mit Air Canada weiter in die kanadische Metropole Toronto. Doch am LaGuardia Flughafen in New York blieb und Ärger nicht erspart. Air Canada ist so frech nd verlangt bei diesen einstündigen Flug Gepäckgebühren in Höhe von 25 €. Es gibt kein Freigepäckstück. Für eine renommierte Fluglinie finde ich das ziemlich unmöglich! Hätten wir das gewußt wäre wir sohl doch mit dem Zug gefahren, was zwar um die 6 Stunden dauert, aber dafür sieht man mehr vom Land. Zu dem tollen kanadischen Zügen später mehr!

Toronto ist wie zwar auch eine Metropole, hat aber mit 2,5 Mio. Einwohnern eher die Größe deutscher Städte. Die Bebauung ist deutlich lockerer als im vollgepfropften Manhattan. Hervor sticht der weltberühmte CN Tower. Dieser war bis 2009 der höchte Fernsehturm der Erde. Die höchste Aussichtsplattform liegt auf 446m. Bei gutem Wetter soll man die Gischt der Niagarafälle sehen können. Überprüfen konnten wir das leider nicht. Das beste ist jedoch, dass ich hier mit dem deutschen Schwerbehindertenausweis komplett freien Eintritt bekam. Normalerweise zahlt man für die obere Plattform sage und schreibe 45 CAD. Die Leute waren in Kanada allgemein total rücksichtsvoll und konnten im Gegensatz zu vielen Amerikanern auch so Englisch sprechen, dass ich etwas verstehen konnte.

Am nächsten Tag ging es in einem Mietwagen zu den größten Wasserfällen der Erde, den Niagara Falls. Diese verbinden Lake Ontario und Lake Erie, direkt an der Grenze zu den Vereinigten Staaten. Eine Brücke verbindet die beiden Länder. Das Wasser stürzt hier 58m nach unten, die Wassermenge ist etwa doppelt so groß wie beim Rheinfall. Als wir bei den Fällen ankamen sahen wir sehr viele Menschen in traditioneller Kleidung, Strohhüten und langen Bärten.: Amish People. Sie leben heute noch so, wie vor 150 Jahren. Turnschuhe sind aber trotzdem erlaubt? In der Nähe von Toronto gibt es ein großes Siedlungsgebiet dieser deutschstämmigen Siedler. Wir haben es zeitlich leider nicht nach Kitchener geschafft, da das Museum dort sehr früh schließt.

Nach Toronto fuhren wir mit ViaRail, der kanadischen Bahngesellschaft sehr gemütlich in die kanadische Hauptstadt Ottawa. Die Züge sind mit kostenlosen WLAN ausgestattet, welches auch reibungslos funktioniert. Einzig die Gepäckbeschränkung war etwas nervig, wir mussten am Bahnhof unser Gepäck umpacken, sodass wir nichts draufzahlen müssen. Warum legt man die Grenze nicht genauso hoch wie bei Fluglinien?

In Ottawa war das Wetter leider nicht so toll, wir haben aber trotzdem das beste draus gemacht. Die Stadt ist dafür, dass es die Hauptstadt st, verblüffend klein knapp 900.000 Einwohner) und eher flach bebaut. Natürlich haben wir das kanadische Parlament gesehen, auch den Rideau-Kanal und den obersten Gerichtshof. Ich war dann noch im Kriegsmuseum, welches sehr gut gemacht war und nicht nur die großen Kriege des 20. Jahrhunderts abdeckte, sondern bis zu den Indianerkriegen zurückreicht  – die Ostküste war einst sehr umkämpft, deshalb wählte die Queen auch Ottawa als Hauptstadt, es ist weiter von der US-Grenze entfernt.

Die letzten drei Tage des Urlaubs verbrachten wir dann noch in Montreal – der größten französischsprachigen Stadt nach Paris. Es verwundert etwas, dass es in Frankreich keine weiteren so großen Städte gibt, das liegt wohl an der zentralistischen Staatsform. Wir kamen in Montreal aber auch sehr gut mit Englisch durch, zwar sprechen 2/3 Französisch als Muttersprache, aber Englisch können sie auch. Auf dem Land mag das aber schon anders sein. Montreal hat eine sehr interessante Architekturmischung, es gibt Villen im Kolonialstil, europäisch anmutende Reihenhäuser, aber auch die amerikanischen Wolkenkratzer. Der Berg in der Stadtmitte, Mont Royal bietet einen tollen Rundumblick und ist ein tolles Naherholungsgebiet. Zum Abschluss der Reise haben wir in Montreal viel geshoppt, in Kanada sind zwar Nahrungsmittel und Essen gehen relativ teuer, aber Kleidung ist sehr günstig. eine Levis 501 kostet umgerechnet gerade mal 55 €.

Wir waren dann noch beim Olympiapark, dort fanden die Olympischen Spiele 1976 statt. Das Stadion war so teuer, dass es heute noch nicht abbezahlt ist! Der botanische Garten der Stadt ist weltberühmt, man sollte aber genug Zeit mitbringen, denn er ist riseig groß und es macht keinen Spaß da durchzuhetzen.

Meine Rüclflug nach Deutschland war dann am letzten Tag erst spät abends, sodass ich unterm Strich 30h wach war, denn an wirklichen Schlaf war im Flieger nicht zu denken. zwei Reihen vor mir lief während des gesamten Flugs ein Fernseher. Außerdem wird nach dem Start ja erstmal Essen serviert, bis das abgeräumt ist dauert es wieder 1h. Air Transat mit dem A330 war auch deutlich weniger bequem als Air Singapore (A380) beim Hinflug

Das ist nun der letzte Teil des Reiseberichts, aber keine Sorge, ich habe vor in den nächsten Jahren nochmal nach Kanada zu fliegen. Dann werde ich es hoffentlich auch in die riesigen Nationalparks schaffen, die weit abseits der Zivilisation liegen. Lasst euch überraschen!